Traumatische Erlebnisse werden in unserem Nervensystem gespeichert. Mithilfe der CranioSacralen Therapie stellen wir einen tiefen Zugang zum zentralen Nervensystem her und fördern Entspannung. Dabei können sich Themen zeigen, die mit Schock und Traumatisierung zu tun haben.

Was ist ein Trauma und wie entsteht es?

Ursächlich für Traumatisierung ist nicht das Ereignis an sich sondern das Erleben.

Ein Trauma entsteht, wenn sich ein Mensch angesichts einer bedrohlich erlebten Situation überwältigt und hilflos fühlt und eine Integration des Erlebten nicht stattfinden kann.

Die natürlichen, instinktiven Reaktionen des Körpers wie Flucht, Kampf oder Erstarrung konnten nicht oder nicht vollständig durchlaufen werden. Dies führt zu einem Ungleichgewicht in unserem Nervensystem. Die hohe Stressenergie, die bei dem Ereignis mobilisiert wurde, bleibt wie eingefroren im Nervensystem gebunden. Das biologische System eines traumatisierten Menschen ist daher immer aktiviert, auch wenn die Gefahr schon längst vorüber ist.

Die als traumatisierend erlebte Situation kann ganz unterschiedlich auf den einzelnen Menschen wirken. In den meisten Fällen sind es Ereignisse wie z. B. Unfälle, schwerer Missbrauch, Gewalt, Operationen, Geburtskomplikationen oder Verlust eines nahen Menschen. Es können sich aber auch scheinbar unbedeutende Ereignisse traumatisierend auswirken, je nachdem, wie überwältigend es für den Einzelnen gewesen ist bzw. in welcher Situation oder Stimmungslage der- oder diejenige sich gerade befand.

Was sind die Folgen?

Mit der Zeit können körperliche oder seelische Symptome entstehen, die oft gar nicht mehr mit dem traumatisierenden Ereignis in Verbindung gebracht werden. Menschen mit einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) haben möglicherweise Zustände wie:

 

  • Unklare Schmerzzustände

  • Innere Unruhe

  • Nervosität

  • Schlafstörungen

  • Erschöpfung

  • Depressionen

  • Angstzustände

  • Herzrasen

  • Gefühl von Hilflosigkeit

  • Grundlose Traurigkeit

  • Konzentrationsstörungen

  • Bindungsunfähigkeit

  • Süchte

  • Aggression

  • Dissoziation

Das Vorgehen

Die Traumalösung arbeitet mit den Grundsätzen der Selbstregulation. Auf sanfte Weise wird die gebundene Energie Schritt für Schritt wieder freigesetzt.

In der Behandlung werden zuerst die eigenen Ressourcen gestärkt. Dadurch entsteht ein sicherer Rahmen, in dem es möglich wird, den Körperempfindungen bewusst nachzuspüren. Zuvor unterdrückte Gefühle können zugelassen werden, Bilder oder Gedanken können sich integrieren. All diese Körpersignale werden beachtet und durch verbale Begleitung in ihrem Ausdruck unterstützt.

 

Auf diesem Wege kann ein sicheres, behutsames „Entladen“ der gestauten Energie stattfinden. Ziel ist die Vervollständigung des biologischen Prozesses und damit Befreiung des Systems aus der festgehaltenen Orientierungs-, Kampf- oder Fluchtreaktion sowie einer Erstarrung. Dabei ist es nicht nötig, Erinnerungen an das Geschehen hervorzuholen. Das Gefühl von Lähmung und Erstarrung kann sich in ein Gefühl von Lebendigkeit und neuer Lebensfreude wandeln, das Gleichgewicht im Nervensystem kann sich wieder einstellen.

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